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1. Mindestanforderungen an die Haltung von Chamäleons
 
Die nachfolgenden Empfehlungen gelten für die Pflege adulter Tiere. Sie sind sinngemäß für die Aufzucht juveniler Tiere anzuwenden, deren Ansprüche jedoch deutlich abweichen kön­nen.
 
Für einen „Einstieg“ in die Reptilienhaltung sind Chamäleons nicht geeignet. Arten, die von Anfängern der Chamäleonhaltung gepflegt werden können und Arten, die nur von Speziali­sten gepflegt werden sollen, sind in der Tabelle gekennzeichnet.
 
Anforderungen an Strahlungswärme, "Frischluftbedürfnis", Luftfeuchigkeit und Verträglich­keit sind für häufig gepflegte Arten in nachfolgender Tabelle zusammenge­faßt. Erläuterungen dazu sind den Legenden 1 bis 4 zu entnehmen.
 
Die Terrariengröße wird auf Kopf-Rumpf-Länge bezogen und soll für bodenlebende Arten (Länge x Breite x Höhe) 4 x 4 x 2,5, für alle anderen Arten 4 x 2,5 x 4 betragen. Diese Raum­inhalte gelten für die Haltung eines Tieres. Für die Paarhaltung sind 20 % der Grundfläche zu­zugeben.
 
 

Art*) **)

Strahlungswärme
s. Legende 1

Frischluftbedürfnis
s. Legende 2
 
Luftfeuchtigkeit
s. Legende 3

Verträglichkeit
s. Legende 4

Bradypodion damaranum

45

hoch

normal

Paar

Bradypodion fischeri

32

normal

normal

einzeln

Bradypodion gutturale

32

hoch

normal

Paar

Bradypodion karroicum

32

hoch

normal

Paar

Bradypodion ventrale
occidentale*

45

hoch

normal

Paar

Bradypodion pumilum*

32

hoch

normal

Paar

Bradypodion thamnobates

32

normal

normal

Paar

Calumma boettgeri

keine

unempfindlich

> 60%

Paar

Calumma brevicornis

32

normal

normal

einzeln

Calumma gallus**

32

unempfindlich

> 60%

einzeln

Calumma gastrotaenia

32/ohne

unempfindlich

> 60%

einzeln

Calumma globifer

32/ohne

unempfindlich

> 60%

einzeln/Paar
 
 
 

Art*) **)

Strahlungswärme
s. Legende 1

Frischluftbedürfnis
s. Legende 2
 
Luftfeuchtigkeit
s. Legende 3

Verträglichkeit
s. Legende 4

Calumma hilleniusi**

32

normal

normal

einzeln

Calumma nasuta

32/ohne

unempfindlich

> 60%

einzeln/Paar

Calumma oshaughnessyi
 
32/ohne

unempfindlich

> 60%

einzeln

Calumma parsoni

32/ohne

unempfindlich

> 60%

einzeln /Paar

Chamaeleo calyptratus*

45

normal

normal

einzeln/Paar

Chamaeleo chamaeleon

45

normal

normal

einzeln

Chamaeleo dilepis*

45

normal

normal

einzeln

Chamaeleo gracilis*

45

normal

normal

einzeln
 
Chamaeleo ellioti*

45

hoch

normal

Paar

Chamaeleo hoehneli*

32

hoch

normal

Paar

Chamaeleo jacksoni*

45/32

hoch

normal

Paar

Chamaeleo melleri

45

hoch

normal

Paar/einzeln
 

Art*) **)

Strahlungswärme
s. Legende 1

Frischluftbedürfnis
s. Legende 2
 
Luftfeuchtigkeit
s. Legende 3

Verträglichkeit
s. Legende 4

Chamaeleo johnstoni

32

hoch

normal

einzeln

Chamaeleo montium

32

normal

> 60%

einzeln

Chamaeleo quadricornis

32

normal

> 60%

einzeln

Furcifer antimena

45

normal

normal

einzeln

Furcifer campani

45/32

normal

normal

einzeln

Furcifer cephalolepis

45/32

normal

> 60%

einzeln

Furcifer lateralis*

45/32

unempfindlich

normal

einzeln

Furcifer pardalis*

45

unempfindlich

normal

einzeln


Furcifer petteri

32

hoch

normal

einzeln

Brookesia ebenaui

ohne

unempfindlich

> 60%

Paar/einzeln

Brookesia legendrei

ohne

unempfindlich

> 60%

Paar/einzeln

Brookesia minima

ohne

unempfindlich

> 60%

Paar/einzeln

Brookesia stumpfi

ohne

unempfindlich

> 60%

Paar/einzeln
 
 

Art*) **)

Strahlungswärme
s. Legende 1

Frischluftbedürfnis
s. Legende 2
 
Luftfeuchtigkeit
s. Legende 3

Verträglichkeit
s. Legende 4

Brookesia superciliaris

ohne

unempfindlich

> 60%

Paar/einzeln

Brookesia thieli

ohne

unempfindlich

> 60%

Paar/einzeln

Rampholeon kersteni*

32

normal

> 60%

Paar/einzeln

Rampholeon spectrum

ohne

unempfindlich

> 60%

Paar/einzeln
Legende 1
Beleuchtung und Strahlungswärme
Die Terrarien sind durch Tageslicht oder eine künstliche Lichtquelle zu beleuchten. Die Be­leuch­tungsdauer soll dem Tag-Nacht-Rhythmus angepaßt sein. Für die meisten Arten sind Ta­gestempe­raturen zwischen 20°C und 30°C erforderlich. Sehr wichtig ist für zahlreiche Chamä­leon-Arten eine starke Nachtabsenkung um 5°C bis 8°C. Ruhephasen verbunden mit Lichtent­zug und Tempe­raturabsenkung sind bei einigen wenigen Arten Voraussetzung für eine Repro­duk­tion. Darüber hinaus ist für viele Arten lokale Strahlungswärme erforderlich
 
Legende 2
"Frischluftbedürfnis"
Einige Arten von Chamäleons reagieren sehr empfindlich auf die sich leicht in einem Terra­rium bildende "stehende" Luft. Dabei handelt es sich meist um ostafrikanische Hochlandarten oder um südafrikanische Arten. Sie benötigen ständig „Frischluft“ und werden deshalb am günstig­sten in Drahtkäfigen oder in Terrarien mit großen Lüftungsflächen gepflegt. Ausrei­chende Frischluft ist in einem Terrarium vorhanden, wenn etwa zwei Stunden nach Überbrau­sen des gesamten Terrari­ums die Feuchtigkeit nahezu vollständig verdunstet ist.
 
Legende 3
Luftfeuchtigkeit
Bei den meisten Arten ist die Luftfeuchtigkeit von untergeordneter Bedeutung. Lediglich die Erdchamäleons der Gattungen Brookesia und Rhampholeon sowie einige regenwaldbewoh­nende Arten benötigen eine hohe relative Luftfeuchtigkeit (über 60%).
 
Legende 4
Verträglichkeit
Die meisten Chamäleons sind Einzelgänger. Dem muß auch bei der Pflege Rechnung getragen werden. Nur wenige Arten können dauerhaft in Paarhaltung verbleiben. Die Verträglichkeit ist unter Aufsicht zu testen.
 
Weiterhin sind folgende Anforderungen zu beachten:
Ernährung
Besonders wichtig ist eine adäquate Ernährung mit einem entsprechenden Gehalt an Mineral­stof­fen und Vitaminen. Deshalb sollte das Futter immer mit einem Vitamin-Mineralstoffge­misch ein­gestäubt werden. Genommen werden nur lebende Futtertiere wie Insekten und Klein­tiere. Man­che Arten nehmen auch pflanzliche Kost.
Die Versorgung der Chamäleons mit ausreichend Wasser ist schwierig. Die Terrarien sollten täg­lich einmal mit Wasser überbraust werden und Tiere ab einer Gesamtlänge von 20 cm min­destens einmal wöchentlich Wasser aus der Pipette erhalten. Alternativ können Chamäleons auch täglich aus der Pipette getränkt werden.

TerrariengestaltungDie typischen Baum- und Buschbewohner unter den Chamäleons benötigen zahlreiche Klet­ter­äste. Eine Bepflanzung ist empfehlenswert, für Regenwaldbewohner dringend erforderlich. Wegen ausgeprägter innerartlicher Aggressivität sollen die Seitenwände immer verkleidet sein, so daß kein Sichtkontakt zum Nachbarterrarium besteht.
Dem Bodengrund kommt nur eine Bedeutung bei der Pflege von Erdchamäleons zu. Diese Tiere benötigen eine feuchte Erdschicht und eine ca. 5 cm hohe Laubschicht o. ä. als Ver­steckmöglich­keit.
Ferner ist der Bodengrund für die Eiablage entscheidend. So sollten trächtige Weibchen der eier­legenden Arten in einem Terrarium mit einer ca. 3 bis 30 cm hohen Bodenschicht - abhän­gig von der Größe der Weibchen - gepflegt werden. Das Substrat sollte nicht zu hart und muß bei eierle­genden Arten für das Anlegen von Höhlen geeignet sein.

AufzuchtDie Aufzucht der meisten Arten sollte einzeln in Kleinstterrarien erfolgen, wobei die Klimabe­dingungen der adulten Tiere nachempfunden werden sollten. Jedoch dürfen die Maximaltem­pe­raturen nie erreicht werden. Bei einigen Arten, insbesondere den zahlreichen lebendgebä­ren­den, empfiehlt sich auch eine gemeinsame Aufzucht in kleinen Gruppen.